Satire-Weinmaleins 

(1)
Pinot Meunier 

Aus Schwarz



wird  

Rot 

Weiss 

und 

Rosé

1 x 1 = 3 

Unsere
Lieblingsrebsorte

Pinot Meunier ist
eine der ältes­ten Vitis vini­fe­ra-Sor­ten, die angeblich aus Wild­re­ben ent­stan­den und deren Erb­gut in nahe­zu allen heu­ti­gen Reb­sor­ten indi­rekt ent­hal­ten ist.

In Frankreich ist Pinot Meunier die am häu­figs­ten ange­bau­te der drei Cham­pa­gner­sor­ten (die ande­ren: Pinot Noir, Char­don­nay). Er ist wür­zig und fruch­tig, wes­halb er bei den Cham­pa­gner­her­stel­lern nicht nur sehr beliebt, son­dern auch not­wen­dig ist.

Pinot  = Herkunft vermutlich franz. Pin - Pinus - „Pinie“ - Traubenform ähnelt einem Pinienzapfen. Der Pinot, die Pinie.

Meunier = Müller. Der Name spielt auf die weiße Behaarung der Blattunterseiten an und  im Frühjahr sieht das Laub aus, wie mit Mehl bestäubt. 




Schwarzriesling …  und weshalb wir den Namen nicht verwenden .
Der Name Schwarzriesling ist eine fehlerhafte Zuschreibung aus dem Sprachgebrauch der Winzer früherer* Tage. Weil die Traubenform  eine gewisse Ähnlichkeit mit jener des Riesling aufweist, nannten die Winzer die dunkle Sorte, die ihnen ähnlich vorkam, einfach Schwarzriesling.  In Wirklichkeit hat der Schwarzriesling  genetisch keinerlei Verwandtschaft zum Riesling. Er ist vielmehr ein Abkömmling der Burgunder-Familie, entstanden als Mutation des Spätburgunders, also des Pinot Noirs.

Le pinot menieur demande une vigilance constante.
„Um den Pinot Meunier muss man sich andauernd kümmern.“
Ja, der recht empfindliche Pinot Meunier hat dünne Beerenschalen einen senkrechten Wuchs und kann sich selbst kaum festhalten, was einen zu viel Mehrarbeit beim Heften, Entlauben und Ernten zwingt und was bei uns natürlich alles per Hand gemacht wird.



1 x 1 = 3 ?             Ja! *







(1) Rot aus Schwarz
Bei der Her­stel­lung von Rot­wein  kommt die rote Far­be des Pinot Meunier von den in der Trau­ben­scha­le vor­han­de­nen, dunk­len Farb­pig­men­ten. Sobald die Bee­ren gepresst wer­den, tre­ten die Pig­men­te aus der Scha­le aus und ver­lei­hen dem Trau­ben­most seine nicht allzudunkle  rote Far­be. 


(2a) Rosé aus Schwarz
Die Beeren liegen beim Roséwein (oder Rosé) nur geringe Zeit  auf der Maische. Je nach Intensität des Kontaktes mit den Beerenhäuten ist dann der Roséwein unterschiedlich stark gefärbt.
(2b) Weissherbst aus Schwarz ist ein Rosé ist ein Rosé ist ein Rosé, der kein „Cuvée“ sein darf, sondern reinsortig sein muss. Zudem muss er auch noch aus derselben „Lage“ stammen. Solchen Quatsch gibts natürlich nur in Deutschland … und bei SatireWeine. Denn. Weil „Weissherbst“ somit eben auch für Qualität spricht. Nur die Bezeichnung ist irgendwie total doof. Punkt




Ein (3) Blanc de Noirs vereint
das Beste aus Rot-, Rosé- und Weißwein.


Bringt man (mit viel viel Mehraufwand!!) gesun­de, unver­letz­te Trau­ben vom Stock direkt zur Kel­ter, haben die Farb­stof­fe kaum Zeit, aus der Scha­le in den Most über­zu­tre­ten.  


‍ Für unseren Blanc de Noirs kommt es des­halb beson­ders auf ein schnel­les, scho­nen­des Abpres­sen der Wein­trau­ben an. Die ein­zel­nen Bee­ren soll­ten dabei mög­lichst lan­ge unver­letzt blei­ben, um bis zum Moment des Kel­terns den Kon­takt zwi­schen Trau­ben­saft und Farb­pig­men­ten aus der ver­letz­ten Bee­ren­haut zu ver­mei­den.

Wir machen daher gleich eine „GANZTRAUBENPRESSUNG“ mitsamt Stielen, die zwar viel Verluste mit sich bringt,  aber dafür hohe Qualität.

Abfüll­fer­ti­ge Blanc de Noir-Weine sind in der Far­be oft  nicht von her­kömm­li­chen Weiß­wei­nen zu unter­schei­den. manchmal sind aber auch fan­tas­ti­sche, röt­li­che Farb­re­fle­xe in einem grund­sätz­lich hel­len Wein enthalten …. oder er sieht fast aus wie ein sehr heller Weissherbst.

Gelungene Blanc de Noirs-Weine haben eine über­ra­schen­de Mischung aus som­mer­li­cher Leich­tig­keit und fas­zi­nie­ren­der Kom­ple­xi­tät. 


Viele-aber-nicht-alle Winzer stellen einen BLANC auch aus anderen roten Rebsorten her oder aus Rebsorten, die nicht nicht als rot verkauft werden könnten.

Das geht, aber Das Original ist und bleibt der Blanc de Noirs aus Pinot Meunier. Alles andere ist Weissmalerei. 




3 Weine

aus

1 Rebsorte

Retail Marketing

Weisser
aus Schwarzen

Blanc de NoirS [blã də naːɐ̯] -
das  Genitiv ist nicht des Noirs Tod.

Noirs = Subst., Plural, mask.
Wörtlich: „Weisser aus schwarzen“ (Beeren/Trauben).
Nominativ: Einzahl =Blanc de Noirs; Mehrzahl = Blanc de Noirs

Genitiv: Einzahl = Blanc de Noirs; Mehrzahl =  Blanc de Noirs

Dativ: Einzahl = Blanc de Noirs; Mehrzahl =  Blanc de Noirs

Akkusativ: Einzahl = Blanc de Noirs; Mehrzahl =  Blanc de Noirs


kleiner-gedrucktes:
Es gibt Wein­kri­ti­ker:innen, die die Pro­duk­ti­on von Blanc de Noirs-Weinen  „kri­tisch“ sehen. 

War­um? Das Pro­blem sei angeblich die Moti­va­ti­on, die viele Win­zer:innen zur Pro­duk­ti­on des wei­ßen Wei­nes aus dunk­len Bee­ren bewegt. Die ist (bei vielen-aber-nicht-allen) Winzern  aus Deutsch­land oft anders gela­gert, als bei den fran­zö­si­schen „Original“-Kol­le­gen oder bei „satireweine“.

Bei deut­schen Rot­wein­pro­du­zen­ten kann die Pro­duk­ti­on von Blanc de Noirs-Weinen vor allem davon moti­viert sein die Nach­fra­ge nach Weiß­wein zu bedie­nen.Kommt dem Blanc de Noirs dagegen eine Art stief­müt­ter­li­che Rol­le inner­halb eines Win­zer­be­trie­bes zu, lei­det oft die Qua­li­tät des End­pro­duk­tes.
Da der Fokus des Pro­du­zen­ten wei­ter­hin auf der Pro­duk­ti­on von Rot­wei­nen liegt, kommt das erst­klas­si­ge Trau­ben­ma­te­ri­al in der Rot­wein­her­stel­lung zum Ein­satz. Oft bliebe für die Blanc de Noirs-Weine bleibt dann nur min­der­wer­ti­ges und unge­eig­ne­tes Lese­gut übrig.

Far­be und Fäul­nis kön­nen im wei­te­ren Her­stel­lungs­pro­zess durch den Ein­satz von Aktiv­koh­le zwar her­aus­ge­fil­tert wer­den und das Ergeb­nis ist zwei­fels­oh­ne ein „Blanc“ aus Noirs, aller­dings von einer Qua­li­tät, die viel­leicht wirk­lich nie­mand unbedint braucht.






Kritiker:innen  kritisieren

Viele Blanc de Noir(s) Kritiker:innen haben übrigens Problem(e) mit franz. Grammatik.


Wir wollen  uns auf die Her­stel­lung von Blanc de NoirS spe­zia­li­sieren und er soll im Lauf der Jahre unser Hauptprodukt werden.  Deshalb kommt bei uns nur bestes Traubenmaterial zur Verwendung. Auf Filterung verzichten wir. Wenn der Blanc de Noirs mal einen leichten Farbstich hat, dann erfreuen wir uns eben daran.  Wenn wir uns nicht freuen würden, hat er ja trotzdem nen Farbstich.



Prost.




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